Häufig gestellte Fragen zu Savannahs


Der Buchstabe F steht für Filialgeneration und beschreibt die Nähe zum Serval und auch den Wildblutanteil. 

Bei einer F1-Savannahkatze ist einer der beiden Eltern ein Serval.

Bei einer F2-Savannah ist der Serval ein Großelterntier.
Die F3-Savannah hat den Serval als Urgroßvater,  u.s.w.
Eine F1 hat somit mindestens 50 % Servalanteil, eine F2 25 %, F3 12,5 %, F4 6,25 %… 

 

F1-F4 sind Hybriden und in viele Ländern und Regionen, wie auch in Österreich verboten.

 

Wofür stehen die Buchstaben A, B, C, SBT?

 

Diese Buchstaben beschreiben den Reinheitsgrad einer Savannahkatze.

Eine A-registrierte Savannah hat einen Elternteil, der keine Savannah ist.
Eine B-registrierte Savannah hat einen Großvater oder eine Großmutter einer anderen Rasse, die Eltern sind jedoch Savannahs.
Bei einer C-Savannah ist es ein Urgroßvater oder eine Urgroßmutter, die Eltern und Großeltern sind aber Savannahs.
SBT steht für Stud Book Tradition und bedeutet, dass mindestens drei Generationen ausschließlich Savannahkatzen verpaart wurden. Eine höhere Auszeichnung gibt es hier nicht.

Eine F1-Savannah ist aber immer A-registriert. Das liegt daran, dass sie den Serval als Elterntier hat. Somit ist nun auch eine F2 immer mindestens F2 B. Eine F3 ist aufgrund ihres Serval-Urgroßelternteiles mindestens C und erst ab F4 ist eine SBT-Registrierung möglich. 

Ist nun aber eine F2-Savannah A-registriert, dann wurde eine F1-Savannah mit einer Katze einer anderen Rasse verpaart. Das kann ein Bengale sein, eine Ocicat, eine Ägyptische Mau oder sogar Europäisch Kurzhaar. Quasi jede beliebige Rasse. Leider verfälschen diese sogenannten Outcross-Verpaarungen das gewünschte Bild der Savannah.

Was ist der Wildblutanteil genau?

 

Grundsätzlich sagt man, dass der Anteil die Ähnlichkeit mit dem Serval bestimmt. Nun ist Genetik aber eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. So entstehen, selbst bei gleichen Elterntieren, immer wieder unterschiedliche Nachkommen. Das ist bei uns Menschen ja nicht anders. Niemand ist das Spiegelbild seiner Geschwister. Also liegt es nun an dem Züchter, die schönsten Tiere mit dem besten Genpool zu selektieren und mit ihnen weiter zu züchten.

 

Wie groß wird eine Savannah?

Das ist die Frage, die niemand ehrlich beantworten kann. Selbst bei einer bekannten Verpaarung hat ein Züchter nur ein Ahnung, wie groß die Tiere nachher werden. So können in einem Wurf die größten und schwersten, von den Wurfgeschwistern überholt werden. Es ist also immer etwas Glückssache, ob ein Kitten wirklich groß wird. Vieles liegt an der Selektion und Linie der Elterntiere.

Gibt es Haltungsbestimmungen und Charakter

Ja, die gibt es. Leider sind diese in Österreich keine Hybrieden erlaubt (also F1-F4)

Ab F5 / SBT, werden die Savannahs wie normale Hauskatzen gehalten. Sie sind agil mit einem gesunden Ego. Aufgrund ihrer Neugier und Verspieltheit eignen sie sich wunderbar zum Toben und fordert ihre Besitzer dazu auf, sich mit ihnen zu befassen. Um ihrem Bewegungsdrang gerecht zu werden, empfehlen sich die Haltung einer ebenso temperamentvollen Zweitkatze.

Sind Savannahs gefährlich?

Nun, sie sind genau so gefährlich wie jede andere Katze auch. Grundsätzlich sind es temperamentvolle aber liebe Tiere. Jede unserer Katzen lässt sich gerne von bekannten und fremden Menschen streicheln. Selbst beim Tierarzt sind sie sehr unkompliziert. Somit kann ich behaupten, dass sie keine wilden Bestien sondern eher besonders bedürftige Schmusekatzen sind.

Darf ich meine Savannah frei laufen lassen?

 

Ab der 5. Generation darf man Savannahs grundsätzlich freien Ausgang gewähren. Im Endeffekt muss diese Entscheidung jeder für sich und seine Katze selber treffen. Ich kann und mag meine Kittenkäufer nicht kontrollieren. Unsere Tiere bleiben auf jeden Fall in ihrem gesicherten Freigang.